|
Die in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts immer dichter werdenen Telefonnetze zwangen die Netzbetreiber zur Einführung von Telefonvorwahlen um Überschneidungen zu verhindern. Anfang der 60er Jahre gab es in Europa erste Vorwahlnummern, die 1964 von der Internationale Telekommunikations Union (ITU) genormt wurden.
Sowohl für internationale Landesvorwahlen, als auch für nationale Ortsvorwahlen gilt, dass ihr eine sogenannte Verkehrsausscheidungsziffer (oft auch Zugangsnummer genannt) vorangestellt ist. So ist zum Beispiel "89" die Vorwahl von München - im nationalen Telefonverkehr wird ihr die Verkehrsausscheidungskennziffer "0" vorangestellt, wodurch allgemein "089" als Vorwahl von München benannt wird.
Die Schreibweise von Telefonnummern ist in der DIN 5008 ansatzweise beschrieben: Die Ziffern werden von rechts paarweise gruppiert, die Vorwahl kann zum Beispiel in Klammern geschrieben werden. Für diese Webseite gilt folgende Darstellung:
- Festnetznummer: +49 (89) 12 34 56, bzw. (089) 12 34 56
- Mobilnummern: +49 171 1234567, bzw. 0171 1234567
Das Verwenden von Vorwahlnummern hat den Zweck außerhalb eines geschlossenen Netzes (z. B. Ortsnetz) einen Teilnehmer zu erreichen, innerhalb kann i. d. R. die Vorwahl entfallen. Die Schweiz, Frankreich, Dänemark, Italien und Spanien setzen auch innerhalb der Ortznetze das Verwenden der Vorwahl vorraus - das gilt auch für alle in Deutschland verfügbaren Mobilfunknetze.
» Geschichte der Telekommunikation ab dem 20. Jahrhundert |